Selbstansaugende Pumpe

Die selbstansaugende Pumpe treibt die Luft in der Leitung selbst hinaus: die richtige Wahl, sobald die Pumpe über dem Wasserspiegel steht, am Brunnen oder an einer Zisterne. Jet-Baureihe von 0,55 bis 1,65 kW, mit 230 V Wechselstrom und mit Drehstrom.

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Selbstansaugende Pumpe: das Prinzip

Eine selbstansaugende Pumpe — im Garten auch Gartenpumpe genannt — treibt die Luft in der Saugleitung selbst hinaus, füllt sich und beginnt zu fördern. Genau das unterscheidet sie von einer normalen Kreiselpumpe, die von Hand gefüllt werden muss und die Ansaugfähigkeit verliert, sobald sie Luft zieht. Sie ist die richtige Wahl, sobald die Pumpe über dem Wasserspiegel steht: Brunnen, erdverlegte Zisterne, Regenwassertank, Bach.

Das erste Ansaugen bleibt manuell: Das Pumpengehäuse wird vor dem ersten Start gefüllt. Danach saugt die Pumpe nach jedem Stillstand selbst wieder an, solange das Fußventil dicht hält.

Saughöhe: die physikalische Grenze

Bei jeder Pumpe beruht das Ansaugen auf dem Luftdruck: Über etwa 8 Meter Höhenunterschied zwischen Pumpe und Wasserspiegel saugt keine Oberflächenpumpe mehr an, und der Wert sinkt weiter mit der Höhenlage, der Wassertemperatur und den Druckverlusten der Leitung.

Liegt Ihr Wasserspiegel tiefer, brauchen Sie eine Tiefbrunnenpumpe und keine Oberflächenpumpe. Messen Sie den Stand im Betrieb, nicht in Ruhe: Der Wasserspiegel im Brunnen sinkt nach dem Anfahren oft um mehrere Meter.

Die Baureihe: 230 V Wechselstrom und 380–400 V Drehstrom

Unsere selbstansaugenden Jetpumpen reichen von 0,55 bis 1,65 kW. 230 V Wechselstrom deckt praktisch alle Anwendungen in Haus und Landwirtschaft. Drehstrom richtet sich an Anlagen, die ihn schon haben: besserer Wirkungsgrad und gleichmäßigeres Drehmoment bei hohen Leistungen, setzt aber den passenden Anschluss voraus.

  • 0,55 bis 0,75 kW: Bewässerung, Versorgung einer Zapfstelle, kleine Zisterne.
  • 1,1 kW: Haus, Gartenbewässerung, Umpumpen zwischen Behältern.
  • 1,65 kW Drehstrom: Landwirtschaft oder Gewerbe, längere Leitungsnetze.

Das Auswahlverfahren ist in unserem Leitfaden zur selbstansaugenden Pumpe ausführlich beschrieben, samt Berechnung der Gesamtförderhöhe.

Was Sie vor der Bestellung messen sollten

  • Benötigte Fördermenge in m³/h — nicht den Höchstwert aus dem Katalog.
  • Saughöhe zwischen Pumpe und Wasserspiegel im Betrieb.
  • Druckhöhe und Leitungslänge, die die Druckverluste verursachen.
  • Anschlussdurchmesser und Art des Wassers: klar, belastet, aggressiv, brackig.
  • Verfügbarer Anschluss: 230 V Wechselstrom oder 380–400 V Drehstrom.

Selbstansaugend, Hauswasserwerk oder Kreiselpumpe?

Eine selbstansaugende Pumpe saugt an. Ein Hauswasserwerk regelt den Druck und läuft dank Behälter und Druckschalter selbsttätig an. Eine Oberflächen-Kreiselpumpe fördert große Fördermengen bei geringer Höhe, muss aber im Zulauf stehen. Die ersten beiden werden oft kombiniert: Eine selbstansaugende Pumpe holt das Wasser aus dem Brunnen, Behälter und Druckschalter sorgen für den Druck im Haus.

Häufige Fragen

Muss eine selbstansaugende Pumpe gefüllt werden?

Ja, ein einziges Mal: Das Pumpengehäuse wird vor dem ersten Start gefüllt. Danach saugt sie selbst wieder an, sofern das Fußventil dicht ist.

Bis zu welcher Tiefe kann sie ansaugen?

Etwa 8 Meter in der Praxis, weniger in der Höhe, bei warmem Wasser oder langer Leitung. Darunter braucht es eine Tiefbrunnenpumpe.

Warum läuft meine Pumpe, ohne zu fördern?

Fast immer wegen Falschluft: eine nicht dichte Saugverschraubung, ein Fußventil, das nicht hält, oder ein Wasserstand unter dem Saugkorb.

Wechselstrom oder Drehstrom?

230 V Wechselstrom deckt die üblichen Anwendungen. Drehstrom lohnt bei hohen Leistungen und Dauerbetrieb — und nur, wenn er vor Ort bereits vorhanden ist.

Kann sie belastetes Wasser fördern?

Eine Jetpumpe ist für klares Wasser gebaut. Bei sandigem oder belastetem Wasser braucht es eine geeignete Pumpe und eine Vorfilterung, sonst verschleißt das Laufrad schnell.

Lässt sie sich mit einem Faltbehälter betreiben?

Ja, ein häufiger Fall für Bewässerung oder Umpumpen. Zu prüfen sind der Durchmesser des Auslaufventils am Faltbehälter und die Leitungslänge.

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