Selbstansaugende Pumpe: Funktion, Bauarten und Auswahlkriterien
Eine selbstansaugende Pumpe ist eine Oberflächenpumpe, die Wasser aus einer tiefer gelegenen Quelle ansaugen kann — Faltbehälter, Brunnen, Bohrung, Speicher — ohne bei jedem Start von Hand befüllt zu werden. Anders als eine gewöhnliche Kreiselpumpe, die vor jedem Start mit Wasser gefüllt werden muss, besitzt sie eine Entlüftungsfunktion und saugt nach einem Stillstand selbsttätig wieder an. Sie ist die Standardlösung, um Wasser aus einem Faltbehälter in ein Bewässerungsnetz, einen Hauskreislauf oder eine Beregnungsanlage zu fördern. Dieser Leitfaden behandelt alles Wissenswerte vor dem Kauf: Funktionsprinzip, Bauarten, Berechnung der Gesamtförderhöhe und Auswahl nach Einsatzzweck.
- Funktionsprinzip einer selbstansaugenden Pumpe
- Die 4 Bauarten selbstansaugender Pumpen
- Förderhöhe berechnen: der Schlüssel zur Auslegung
- Interaktiver Förderhöhen-Rechner
- Auswahlkriterien nach Einsatzzweck
- Selbstansaugende Pumpe und Faltbehälter kombinieren
- Montage und Grundregeln
- Störungen: typische Probleme und Lösungen
- Häufige Fragen
Funktionsprinzip einer selbstansaugenden Pumpe
Um zu verstehen, was eine selbstansaugende Pumpe besonders macht, muss man zuerst das Problem kennen, das sie löst.
Das Problem der Luft in der Saugleitung. Eine klassische Kreiselpumpe arbeitet mit Fliehkraft: Das Wasser tritt in das Laufrad ein, wird radial beschleunigt und mit hohem Druck zur Druckseite ausgestoßen. Das funktioniert sehr gut — aber nur, wenn die Saugleitung vollständig mit Wasser gefüllt ist. Gelangt Luft hinein (beim ersten Start, nach längerem Stillstand oder durch eine Undichtigkeit), läuft die Pumpe leer, erzeugt zu wenig Unterdruck und saugt nicht an. Man sagt, sie sei „entleert“.
Die Lösung: der außermittige Sauganschluss. Die selbstansaugende Pumpe löst das Problem konstruktiv: Der Sauganschluss sitzt versetzt zur Laufradachse. Diese Exzentrizität erzeugt eine Wirbelzone, in der die Luft mit den wenigen Zentilitern Restwasser im Pumpengehäuse vermischt wird. Das Luft-Wasser-Gemisch wird druckseitig ausgestoßen und baut saugseitig nach und nach den Unterdruck auf, der das Wasser schließlich aus der Quelle nachzieht. Der Vorgang wiederholt sich, bis alle Luft entwichen ist — meist in 30 Sekunden bis 2 Minuten, je nach Länge der Saugleitung.
Unverzichtbare Voraussetzung: das Fußventil. Damit die Selbstansaugung funktioniert, muss immer etwas Restwasser im Pumpengehäuse bleiben. Dafür sorgt das Rückschlagventil (oder der Saugkorb mit Fußventil) am Ende der Saugleitung, an der Entnahmestelle im Behälter oder Brunnen. Beim Abschalten schließt es und verhindert, dass das Wasser zurückläuft — die Saugleitung bleibt gefüllt. Ohne funktionierendes Fußventil muss die Pumpe bei jedem Start von Hand befüllt werden und verliert damit ihren größten Vorteil.
💡 Merke: Beim ersten Einsatz muss auch eine selbstansaugende Pumpe von Hand befüllt werden: Pumpengehäuse und Saugleitung bis zum Fußventil mit sauberem Wasser füllen, dann starten. Danach hält das Ventil die Ansaugung selbsttätig aufrecht.
Die 4 Bauarten selbstansaugender Pumpen
Alle selbstansaugenden Pumpen beruhen auf demselben Grundprinzip, ihre innere Technik unterscheidet sich jedoch je nach Anwendung.
Bauart 1 — selbstansaugende Kreiselpumpe (die häufigste)
Das ist die Standardtechnik für Haus und Landwirtschaft. Das Gehäuse besteht aus Guss oder Edelstahl, das Laufrad aus technischem Kunststoff oder Edelstahl. Sie deckt die meisten Anforderungen ab: Bewässerung aus dem Speicher, Entnahme aus flachem Brunnen (< 8 m), Poolbefüllung, Tropfbewässerung. Übliche Förderströme: 1 bis 10 m³/h. Maximaldruck: 2 bis 6 bar. Diese Bauart findet sich in unserem Sortiment selbstansaugender Flocea-Pumpen.
Bauart 2 — Jetpumpe (Ejektor)
Die Jetpumpe hat einen Ejektor (Venturidüse), der einen Teil des Förderstroms zurückführt, um den Saugunterdruck zu erzeugen. Ergebnis: Saughöhen bis 20 bis 40 m (Tiefenejektor) statt maximal 8 m bei einer gewöhnlichen Kreiselpumpe. Das ist die Lösung für Brunnen von 8 bis 40 m Tiefe. Nachteil: geringerer hydraulischer Wirkungsgrad (20 bis 30 % der Energie gehen in den Rückfluss).
Bauart 3 — Peripheralpumpe (Vortex)
Das Peripheralrad (Stern- oder Vortexform) zwingt die Flüssigkeit auf eine schraubenförmige Bahn und erzeugt bei kleinem Förderstrom höheren Druck. Ideal für Anwendungen mit hohem Druck und geringer Menge: Hauswasserversorgung (WC, Waschmaschine), Mikrobewässerung mit hohem Druck. Maximaldruck: bis 8 bis 10 bar. Üblicher Förderstrom: 0,5 bis 3 m³/h.
Bauart 4 — Hauswasserwerk mit Membrankessel
Streng genommen keine selbstansaugende Pumpe, sondern ein System aus Kreiselpumpe und Membrandruckbehälter. Die Pumpe springt erst an, wenn der Druck unter einen Schwellenwert fällt — nicht bei jedem Öffnen eines Hahns. Vorteile: weniger Schaltvorgänge (Motorlebensdauer), konstanter Druck, kein Geräusch bei jeder Entnahme. Empfohlen, um WC und Waschmaschine aus einem Regenwasser-Faltbehälter zu versorgen.
| Bauart | Max. Saughöhe | Üblicher Förderstrom | Max. Druck | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| Selbstansaugende Kreiselpumpe | 8 m | 1–10 m³/h | 2–6 bar | Speicher, flacher Brunnen, Bewässerung |
| Jetpumpe (Ejektor) | 20–40 m | 1–5 m³/h | 3–6 bar | Tiefe Brunnen (8–40 m) |
| Peripheralpumpe (Vortex) | 8 m | 0,5–3 m³/h | 6–10 bar | Hausnetz mit hohem Druck |
| Hauswasserwerk mit Membrankessel | 8 m | 1–5 m³/h | 3–6 bar | WC- und Waschmaschinenversorgung aus dem Speicher |
Förderhöhe berechnen: der Schlüssel zur richtigen Auslegung
Die Gesamtförderhöhe ist der wichtigste Wert bei der Pumpenauswahl. Sie gibt in Metern an (oder in bar: 1 bar ≈ 10 m Wassersäule), welche Energie die Pumpe insgesamt aufbringen muss, um das Wasser von der Quelle zur Entnahmestelle zu befördern.
Die Förderhöhe berechnet sich so:
Förderhöhe = Saughöhe + Druckhöhe + erforderlicher Druck + Druckverluste
Dabei gilt:
- Saughöhe = Höhenunterschied zwischen Wasserspiegel in der Quelle und Pumpenachse (in der Praxis auf 7–8 m begrenzt)
- Druckhöhe = Höhenunterschied zwischen Pumpenachse und höchster Entnahmestelle
- Erforderlicher Druck = Druck an der Entnahmestelle (etwa 2 bar = 20 m für eine Gießkanne, 3–4 bar = 30–40 m für ein Hausnetz)
- Druckverluste = Widerstand von Leitungen, Bögen und Armaturen (Faustregel: 10–20 % der gesamten Leitungslänge)
📍 Rechenbeispiel: eingegrabener Faltbehälter (Wasserspiegel 2 m unter der Pumpe), Beregnung auf 5 m Höhe, 50 m Leitung DN25, gewünschter Druck 2,5 bar.
- Saughöhe = 2 m
- Druckhöhe = 5 m
- Erforderlicher Druck = 25 m
- Geschätzte Druckverluste = 50 × 0,1 = 5 m
- Gesamtförderhöhe = 2 + 5 + 25 + 5 = 37 m
Wählen Sie eine Pumpe, deren Kennlinie bei Ihrem Förderstrom mindestens 37 m liefert. Eine Pumpe mit „maximal 4 bar“ (= 40 m) und 3 m³/h bei 37 m wäre passend.
⚠️ Häufiger Fehler: den angegebenen „Maximaldruck“ mit dem Druck beim tatsächlichen Förderstrom zu verwechseln. In der Kennlinie wird der Maximaldruck bei Nullförderung erreicht (geschlossene Pumpe). Im Betrieb liegt der Druck stets darunter. Prüfen Sie immer die Kennlinie, nicht nur den Höchstwert.
Interaktiver Förderhöhen-Rechner
Geben Sie Ihre Werte ein, um die Förderhöhe Ihrer Anlage zu berechnen und die nötige Pumpenleistung abzuschätzen:
⚙️ Förderhöhen-Rechner
Füllen Sie die Felder aus, um die Förderhöhe Ihrer Anlage und eine Pumpenempfehlung zu erhalten.
Auswahlkriterien nach Einsatzzweck
Stehen Förderhöhe und Förderstrom fest, verfeinern fünf weitere Kriterien die Auswahl.
| Nutzung | Empfohlene Bauart | Leistung | Richtwert Förderstrom | Automatik |
|---|---|---|---|---|
| Gartenbewässerung aus dem Faltbehälter | Selbstansaugende Kreiselpumpe | 0,75 kW | 2–4 m³/h | Optional |
| Landwirtschaftliche Tropfbewässerung | Selbstansaugende Kreiselpumpe | 0,75–1,1 kW | 3–8 m³/h | Empfohlen (Zeitschaltuhr) |
| WC- und Waschmaschinenversorgung (Regenwasser) | Hauswasserwerk mit Membrankessel | 0,75–1,1 kW | 2–4 m³/h | Zwingend (Druckschalter) |
| Flacher Brunnen (< 8 m) | Selbstansaugende Kreiselpumpe | 0,75 kW | 2–5 m³/h | Optional |
| Tiefer Brunnen (8–40 m) | Jetpumpe mit Tiefenejektor | 1,1–2,2 kW | 1–4 m³/h | Empfohlen |
| Umpumpen von Kraftstoff / leichten Abwässern | Spezielle selbstansaugende Pumpe | 0,75–2,2 kW | 3–10 m³/h | Nein |
| Behälter entleeren / Lenzen | Selbstansaugende Kellerentwässerungspumpe | 0,25–0,75 kW | 5–20 m³/h | Optional (Schwimmer) |
Einphasig 230 V oder dreiphasig 380 V?
Für Haus und Landwirtschaft bis 2,2 kW reicht einphasig 230 V völlig aus und erfordert keine besondere Elektroinstallation. Dreiphasig 380 V lohnt erst über 3 kW (große Betriebe, intensives Pumpen) oder bei vorhandenen Drehstrommotoren aus Landmaschinen. Unsere selbstansaugenden Pumpen gibt es in 230-V- und 380-V-Ausführung.
Pumpengehäuse: Guss, Edelstahl oder Kunststoff?
- Guss: robust, günstig, stoß- und leicht abriebfest. Nachteil: rostet bei saurem Wasser (pH < 6,5) oder Meerwasser.
- Edelstahl 304 oder 316L: korrosions- und chlorbeständig, ideal für leicht saures Regenwasser und Lebensmittelanwendungen. 316L für Meeresumgebung oder saure Abwässer.
- Kunststoff (PP, PVC): leicht, gegen die meisten Säuren und Chemikalien beständig, günstig. Geringere mechanische Festigkeit — nur für mechanisch wenig beanspruchte Anwendungen.
Selbstansaugende Pumpe und Faltbehälter kombinieren
Die selbstansaugende Pumpe ist das häufigste Zubehör zum Faltbehälter. Diese Punkte sind dabei zu beachten.
Position der Pumpe zum Behälter
Im Idealfall steht die Pumpe auf gleicher Höhe wie der Behälter oder leicht darüber (für komfortablen Betrieb maximal 5 m Saughöhe). Je geringer die Saughöhe, desto schneller das Wiederansaugen und desto mehr Reserve bleibt auf der Kennlinie. Liegt der Behälter auf gleicher Höhe oder höher, arbeitet die Pumpe im Zulauf (negative Saughöhe) — sie saugt noch leichter an, und selbst nicht selbstansaugende Kreiselpumpen sind dann möglich.
Anschluss an den Stutzen des Faltbehälters
Faltbehälter von Flocea haben je nach Modell einen Standard-Auslassschieber DN 50 (2 Zoll) oder DN 80 (3 Zoll). Der Anschluss an die Pumpe erfolgt über:
- einen armierten Gummi- oder PVC-Spiralschlauch DN 50 (behälterseitig)
- eine Reduzierung DN 50 → DN 32 oder DN 25 je nach Saugstutzen Ihrer Pumpe
- ein Rückschlagventil oder einen Saugkorb mit Fußventil behälterseitig (am Boden oder als Schwimmerentnahme)
⚠️ Saugseitig niemals den Querschnitt verringern: Jede Reduzierung in der Saugleitung erhöht die Druckverluste und kann das Ansaugen verhindern. Halten Sie den Durchmesser vom Behälter bis zum Saugstutzen konstant (oder größer werdend). Reduziert wird ausschließlich druckseitig.
Schwimmende Entnahme: die beste Lösung beim Faltbehälter
Leert sich ein Faltbehälter, senkt sich sein Boden, und der dort liegende Saugkorb kann abgelagerte Stoffe ansaugen (Algen, Sediment bei offenen Behältern, Partikel). Eine schwimmende Entnahme löst das: Der Saugkorb hängt an einem Schwimmer und entnimmt stets das sauberste Wasser knapp unter der Oberfläche. Flocea bietet passende Schwimmerentnahme-Sets für seine Faltbehälter.
Automatik: elektronischer Druckschalter oder Druckkessel?
Für eine durchgehende Versorgung (Hausnetz, WC, Waschmaschine) muss die Pumpe bedarfsabhängig ein- und ausschalten. Zwei Möglichkeiten:
- Elektronischer Druckschalter: startet die Pumpe beim Öffnen eines Hahns und stoppt sie beim Schließen. Einfach und günstig (20–40 €), aber die Pumpe schaltet bei jeder Entnahme — bei häufiger Nutzung steigt der Verschleiß.
- Membrandruckbehälter (Hauswasserwerk): speichert Wasser unter Druck in einem Kessel von 8 bis 50 L. Die Pumpe startet erst, wenn der Druck unter einen Schwellenwert fällt (z. B. 2,2 bar), nicht bei jeder Entnahme. Die Motorlebensdauer steigt deutlich — empfohlen für die Versorgung eines kompletten Hausnetzes.
Montage und Grundregeln
Regel 1 — Durchmesser der Saugleitung. Die Saugleitung darf nie enger sein als der Saugstutzen der Pumpe. In der Praxis: gleicher oder etwas größerer Durchmesser. Für eine Pumpe DN 32 (1"¼) nehmen Sie DN 32 oder DN 40 — niemals DN 25.
Regel 2 — Maximale Länge der Saugleitung. Jeder Meter Saugleitung erzeugt Druckverluste und verringert die tatsächliche Saugfähigkeit. Bei einer Pumpe mit 8 m maximaler Saughöhe liegt die Gesamtlänge (waagerecht plus senkrecht) bei etwa 15 bis 20 m in DN 32. Darüber hinaus kann das Ansaugen schwierig werden.
Regel 3 — Intaktes Fußventil. Es ist die häufigste Ursache von Ansaugproblemen. Prüfen Sie es jede Saison: Es muss beim Abschalten dicht schließen. Ein verschmutztes oder beschädigtes Ventil lässt das Wasser zurücklaufen und die Saugleitung leerlaufen. Günstiges Teil (3 bis 10 €), bei intensiver Nutzung alle 2 bis 3 Jahre zu erneuern.
Regel 4 — Trockenlaufschutz. Eine selbstansaugende Pumpe, die trocken läuft (leerer Behälter, defektes Ventil), kann in wenigen Minuten überhitzen und durchbrennen. Bauen Sie einen Differenzdruckschalter oder einen Mindeststromwächter ein, der die Stromzufuhr abschaltet, wenn nach 30 Sekunden kein Förderdruck ansteht. Unverzichtbar, wenn der Behälter leerlaufen kann.
Regel 5 — Überwinterung. In kalten Regionen Pumpe und Saugleitung vor dem Frost entleeren. Restwasser im Gehäuse kann gefrieren und das Gussgehäuse sprengen. Edelstahlpumpen vertragen Frost besser, die Entleerung bleibt dennoch ratsam. Ablassschraube öffnen (meist unten am Gehäuse), Wasser ablaufen lassen, wieder verschließen. Im Frühjahr vor dem ersten Start von Hand befüllen.
Störungen: typische Probleme und Lösungen
| Symptom | Mögliche Ursachen | Abhilfe |
|---|---|---|
| Die Pumpe läuft, saugt aber kein Wasser an | Defektes Fußventil / zu große Saughöhe / Undichtigkeit in der Saugleitung | Ventil und Dichtheit der Leitung prüfen. Pumpengehäuse von Hand befüllen und neu starten. |
| Zu geringer Förderstrom, zu wenig Druck | Verschlissenes oder verschmutztes Laufrad / zu enge Saugleitung / teilweise verstopftes Ventil | Laufrad reinigen oder ersetzen. Ventil tauschen. Saugleitung im Durchmesser vergrößern. |
| Die Pumpe schaltet in kurzen Abständen ein und aus | Druckschalter falsch eingestellt / Membrankessel zu wenig vorgespannt / Undichtigkeit im Druckteil | Einstellung des Druckschalters prüfen. Membrankessel nachfüllen (Vordruck = 90 % des Abschaltdrucks). Kreislauf auf Dichtheit prüfen. |
| Vibrationen und ungewöhnliche Geräusche | Kavitation (zu große Saughöhe oder zu wenig Zulauf) / beschädigtes Laufrad / Fremdkörper in der Pumpe | Saughöhe verringern. Leitungsdurchmesser vergrößern. Laufrad ausbauen und prüfen. |
| Der Motor brennt schnell durch | Wiederholter Trockenlauf / Überspannung / unzureichende Kühlung | Trockenlaufschutz einbauen. Netzspannung prüfen. Kühlrippen nicht abdecken. |
Häufige Fragen zur selbstansaugenden Pumpe
Was ist der Unterschied zwischen selbstansaugender Pumpe und Tauchpumpe?
Eine selbstansaugende Pumpe ist eine Oberflächenpumpe: Sie steht außerhalb des Wassers und saugt über eine Leitung an. Eine Tauchpumpe hängt direkt im Wasser, hat also kein Ansaugproblem, erfordert aber Zugang ins Innere von Behälter oder Brunnen. Bei Faltbehältern bevorzugt man meist die selbstansaugende Bauart — sie ist für die Wartung besser zugänglich, und der Behälter muss nicht geöffnet werden.
Kann man mit einer selbstansaugenden Pumpe Schmutzwasser (Schlamm, Sand) fördern?
Selbstansaugende Standard-Kreiselpumpen sind für klares oder leicht belastetes Wasser ausgelegt. Für Schmutzwasser (Schlamm, Sand, Partikel > 3 mm) braucht es eine Schmutzwasserpumpe mit Freistromlaufrad und abriebfestem Gehäuse. Prüfen Sie stets das Datenblatt: Es nennt die maximal zulässige Korngröße und die zulässigen Medien.
Meine selbstansaugende Pumpe verliert nach jedem Stopp die Ansaugung. Warum?
Die Ursache ist fast immer ein defektes oder fehlendes Fußventil. Beim Abschalten sollte das Wasser dank des Ventils in der Saugleitung stehen bleiben. Ist es beschädigt, verschmutzt oder gar nicht vorhanden, läuft das Wasser zurück und die Leitung leer — die Pumpe muss bei jedem Start von Neuem ansaugen, was Minuten dauern und den Motor vorzeitig verschleißen kann. Ventil prüfen und ersetzen (günstiges Teil, 5–15 €).
Darf eine selbstansaugende Pumpe im Freien stehen?
Ja, sofern die Pumpe vor Witterung (Vordach, dichter Schrank) und Frost geschützt ist (siehe Überwinterung). Edelstahlpumpen vertragen Außenfeuchte besser als Gusspumpen, die rosten können. Für den Außenbereich wird mindestens Schutzart IP44 empfohlen. In kalten Regionen ist ein geschlossener, im Winter temperierter Unterstand dringend anzuraten, um Frostschäden zu vermeiden.
Wie hoch ist der Stromverbrauch einer selbstansaugenden Pumpe?
Eine Pumpe mit 0,75 kW verbraucht 0,75 kWh je Betriebsstunde. Bei 2 Stunden Bewässerung täglich über 90 Tage sind das 135 kWh im Jahr, also rund 20 bis 25 € zum Normaltarif. Eine 1,1-kW-Pumpe kommt unter gleichen Bedingungen auf etwa 200 kWh. Die Betriebskosten sind also nebensächlich — entscheidend ist nicht der Stromverbrauch, sondern die Passung zu Förderhöhe und Förderstrom.
Braucht die Saugleitung einen Filter?
Ein Saugkorb (Grobfilter mit Fußventil) am Sauganschluss ist unverzichtbar, um das Laufrad vor Fremdkörpern zu schützen. Dagegen gilt: niemals einen Feinfilter in die Saugleitung einbauen — ein zugesetzter Feinfilter erzeugt einen Druckverlust, der das Ansaugen verhindert. Feinfilter gehören immer auf die Druckseite, hinter die Pumpe.
Kurz gefasst — die 5 Regeln für die richtige Wahl:
- Berechnen Sie zuerst die Förderhöhe (Saughöhe + Druckhöhe + erforderlicher Druck + Druckverluste) — nur dieser Wert zählt wirklich.
- Überschreiten Sie mit einer Oberflächen-Kreiselpumpe nicht 8 m Saughöhe — darüber kommt eine Jet- oder Tauchpumpe infrage.
- Das Fußventil in der Saugleitung ist unverzichtbar — ohne es muss bei jedem Start von Hand befüllt werden.
- Verringern Sie den Leitungsquerschnitt saugseitig niemals — vergrößern Sie ihn bei Bedarf.
- Für die Versorgung eines Hausnetzes (WC, Waschmaschine) ist ein Hauswasserwerk mit Membrankessel dem einfachen Druckschalter vorzuziehen — die Motorlebensdauer steigt deutlich.
Flocea bietet ein Sortiment selbstansaugender Pumpen in 230 V einphasig und 380 V dreiphasig, eigens für die Kombination mit unseren Faltbehältern ausgewählt. Unser Team hilft Ihnen, die passende Pumpe für Ihre Anlage auszulegen. Sprechen Sie uns an oder rufen Sie +33 7 56 81 31 11.
Nos Pompes Auto Amorçantes
-
Selbstansaugende JET-Pumpe 220V 1.10kW / 1.5 PS
349,00€ HT In den Warenkorb -
Selbstansaugende JET-Pumpe 380V 0.75kW / 1 PS Drehstrom
169,00€ HT In den Warenkorb -
Selbstansaugende JET-Pumpe 230V 0.75kW / 1 PS
169,00€ HT In den Warenkorb -
Selbstansaugende JET-Pumpe 230V 0.55kW / 0.8 PS
153,00€ HT In den Warenkorb -
Selbstansaugende JET-Pumpe 380V 1.65kW / 2.2 PS
359,00€ HT In den Warenkorb





